WordPress-Wartung: Was kostet das pro Monat?
Wenn Ihre Website ein Vertriebskanal ist, dann ist Wartung kein „Nice-to-have“, sondern Betrieb. Und Betrieb kostet – planbar, wenn man weiß, wofür man bezahlt. Die Frage „was kostet wordpress wartung monatlich“ wird oft gestellt, aber selten sauber beantwortet, weil viele Angebote nur Paketnamen liefern (Basic, Pro, Premium) und die technischen Randbedingungen ausblenden: Hosting-Qualität, Plugin-Landschaft, Update-Risiko, Performance-Ziele, Security-Niveau und rechtliche Anforderungen wie DSGVO und Barrierefreiheit.
In der Praxis ist die monatliche WordPress-Wartung kein Fixpreis wie ein Streaming-Abo. Sie ist eine Kombination aus wiederkehrenden Aufgaben (Updates, Monitoring, Backups) und kalkuliertem Risiko (was passiert, wenn ein Update bricht oder eine Schwachstelle ausgenutzt wird). Genau dort entstehen die großen Preisunterschiede.
Was bedeutet „WordPress-Wartung“ im Unternehmenskontext?
Viele verbinden Wartung nur mit „Plugins updaten“. Das ist ein Teil davon, aber für Unternehmen zu kurz gedacht. Professionelle Wartung heißt: Ihre Website bleibt sicher, schnell, kompatibel und messbar stabil – auch wenn WordPress, Themes, Plugins, PHP-Versionen und Browser sich weiterentwickeln.
Dazu gehören typischerweise Core-, Plugin- und Theme-Updates, eine Update-Strategie (nicht jedes Update sofort blind live), ein funktionierendes Backup- und Restore-Konzept, Uptime- und Security-Monitoring sowie regelmäßige Checks, ob Formulare, Tracking, Cookie-Consent und kritische Seiten wirklich funktionieren.
Sobald die Website Leads generiert, Kampagnen trägt oder organische Sichtbarkeit liefert, wird Wartung außerdem SEO-relevant: Ein kaputtes Redirect nach einem Update, ein Cache-Fehler, der Google leere Seiten ausliefert, oder ein langsamer Mobile-Score können direkt Reichweite und Umsatz kosten.
Was kostet WordPress Wartung monatlich? Realistische Spannen
Für österreichische Unternehmenswebsites liegen die marktüblichen monatlichen Kosten grob in diesen Bereichen:
Ein kleines Setup mit wenigen Standard-Plugins, sauberem Hosting und geringem Änderungsdruck liegt oft bei etwa 80 bis 180 EUR pro Monat. Das ist die Kategorie „stabil halten“: Updates, Backups, Monitoring, kleine Eingriffe.
Für typische KMU-Websites mit mehreren Integrationen (Formulare, Newsletter-Anbindung, Mehrsprachigkeit, Tracking-Setup), höheren Ansprüchen an Performance und einer klaren Security-Routine bewegen sich viele seriöse Wartungsmodelle bei etwa 180 bis 450 EUR pro Monat.
Sobald es in Richtung WooCommerce, Membership, komplexe Schnittstellen, Multisite, hohe SEO-Abhängigkeit oder strengere Compliance-Anforderungen geht, sind 450 bis 1.200+ EUR pro Monat realistisch – nicht, weil „mehr Klicks“ gemacht werden, sondern weil Testing, Staging, Release-Prozesse und Reaktionszeiten auf einem anderen Level liegen müssen.
Wichtig: Das sind Wartungskosten. Hosting, Lizenzen (z. B. Premium-Plugins), Content-Pflege oder laufende SEO-Optimierung können enthalten sein, sind aber nicht automatisch Teil jeder Wartung.
Warum die Preisspanne so groß ist: die echten Kostentreiber
Der stärkste Kostentreiber ist Risiko-Management. Eine Website mit fünf etablierten Plugins ist leichter wartbar als eine Installation mit 35 Plugins, Page-Builder-Shortcodes überall und individuellen Snippets ohne Dokumentation. Je höher die Wahrscheinlichkeit, dass Updates etwas brechen, desto mehr muss man vorab testen und im Problemfall schnell reagieren.
Der zweite Treiber ist das technische Umfeld: PHP-Versionen, Datenbank, Server-Caching, CDN, Sicherheitslayer, Mailzustellung. Gutes Hosting reduziert Wartungsaufwand, schlechtes Hosting macht Wartung teuer, weil man permanent Symptome bekämpft (Time-outs, langsame TTFB, sporadische 500er-Fehler).
Drittens: Performance-Ziele. Wer Core Web Vitals ernst nimmt, kann nicht nur „updaten“. Performance muss überwacht werden, weil ein einziges Plugin-Update plötzlich zusätzliche Scripts lädt oder Bilder anders ausliefert. Das kostet laufende Aufmerksamkeit.
Viertens: Compliance und Qualitätsanspruch. DSGVO ist nicht „ein Plugin“. Es geht um Logik (welche Daten fließen wohin), Consent-Verhalten, Drittanbieter, Auftragsverarbeiter, Cookie-Kategorien und nachvollziehbare Konfiguration. Barrierefreiheit nach WCAG ist ebenfalls kein Einmalprojekt: Themes, Templates und Content-Module müssen dauerhaft kompatibel bleiben.
Was in einer guten Wartung wirklich drin sein sollte
Wenn Sie Angebote vergleichen, achten Sie weniger auf Paketnamen und mehr auf konkrete Prozesse. Eine solide Wartung umfasst Updates mit nachvollziehbarem Vorgehen, regelmäßige Backups (inklusive Offsite-Speicherung) und vor allem Restore-Tests – denn ein Backup, das sich nicht zuverlässig einspielen lässt, ist im Ernstfall wertlos.
Ebenso wichtig ist Monitoring: Uptime, PHP-Fehler, kritische Performance-Ausreißer und Security-Signale. Dazu gehört auch ein planbarer Umgang mit Sicherheitslücken: Wie schnell wird reagiert, wer bewertet die Kritikalität, und gibt es eine klare Eskalationslinie?
Was viele übersehen: Wartung ist auch „Technik-Hygiene“. Dazu zählen Datenbankpflege, Log-Checks, Spam-Schutz für Formulare, Bereinigung von Altlasten und das Schließen von „kleinen“ Baustellen, die sonst zu großen werden – etwa veraltete Libraries oder Plugins ohne aktiven Support.
Günstig vs. professionell: Wo es kippt
Ein günstiges Wartungspaket kann völlig ausreichend sein, wenn die Website klein ist, keine geschäftskritischen Abhängigkeiten hat und Updates selten zu Problemen führen. Es kippt, sobald Ihre Website Kampagnen trägt oder organisch stark sichtbar ist. Dann ist der Schaden durch Ausfall, Malware-Flagging oder SEO-Verlust meist um ein Vielfaches höher als die monatliche Ersparnis.
Professionelle Wartung ist teurer, weil sie Zeit für Tests und Qualität einplant. Typisch ist die Arbeit mit einer Staging-Umgebung: Updates werden zuerst dort eingespielt, Kernfunktionen werden geprüft (Formulare, Checkout, Suche, Tracking), und erst dann geht es live. Das klingt selbstverständlich, ist aber in vielen Billigmodellen nicht wirtschaftlich abbildbar.
Auch Reaktionszeiten sind ein klarer Preisfaktor. „Wir melden uns in 3 Werktagen“ ist für eine kleine Broschüren-Seite okay. Für einen Lead-Funnel oder Shop kann das schlicht zu lang sein.
Wartung, Hosting und Security: trennen oder aus einer Hand?
Unternehmen fragen oft, ob sie Wartung und Hosting getrennt einkaufen sollen. Beides ist möglich, aber es hat Konsequenzen.
Getrennt kann sinnvoll sein, wenn Ihr Hosting bereits sehr gut ist und die Wartungspartnerin nur die Applikation betreuen soll. Aus einer Hand ist oft effizienter, weil Verantwortung nicht zwischen Anbietern pendelt. Gerade bei Performance-Themen (Server-Caching, HTTP/2- oder HTTP/3-Setup, Bildauslieferung, Objekt-Cache) bringt ein integrierter Betrieb schnellere Lösungen.
Security ist dabei keine Checkbox. Ein gepflegtes System braucht saubere Rechte, 2FA, Absicherung von Login und XML-RPC, regelmäßige Updates, Malware-Scanning, und ein Recovery-Plan. Wer dafür monatlich bezahlt, kauft nicht „Sicherheit“, sondern die Wahrscheinlichkeit, dass ein Problem gar nicht erst entsteht – und wenn doch, dass es kontrolliert abgearbeitet wird.
Welche Fragen Sie vor dem Angebot stellen sollten
Wenn Sie intern Budget freigeben, helfen drei Fragen, die schneller zur passenden Wartung führen als jede Feature-Liste.
Erstens: Wie geschäftskritisch ist die Website? Wenn Leads, Buchungen oder Verkäufe direkt daran hängen, brauchen Sie Monitoring und schnelle Reaktion.
Zweitens: Wie komplex ist Ihr Setup? Mehrsprachigkeit, WooCommerce, Tracking-Stack, CRM-Integrationen oder individuelle Plugins erhöhen den Testaufwand.
Drittens: Welche Ziele haben Sie für Sichtbarkeit und Qualität? Wer Core Web Vitals, strukturierte Daten, technische SEO und WCAG ernst nimmt, braucht eine Wartung, die diese Themen nicht ausklammert.
Ein realistisches Beispiel zur Einordnung
Nehmen wir eine typische Wiener KMU-Website: 15 bis 30 Unterseiten, Kontakt- und Angebotsformular, Newsletter-Anbindung, Cookie-Consent, ein paar Landingpages für Kampagnen, dazu laufende kleine Anpassungen. Hier ist ein Wartungsbudget um 200 bis 400 EUR pro Monat häufig die Zone, in der Updates, Backups, Monitoring und ein bisschen „Technikpflege“ sauber abgedeckt sind.
Wenn zusätzlich Performance-Optimierung als kontinuierliche Aufgabe dazukommt – etwa weil organische Sichtbarkeit stark von Mobile-Speed abhängt – dann verschiebt sich der Rahmen nach oben, weil man nicht nur reagiert, sondern proaktiv misst und nachschärft.
Für Shops ist die Logik noch klarer: Schon eine einzige Stunde Checkout-Ausfall kann den Monat „kostenlos“ machen. Daher sind Staging, Release-Prozesse und klare Zuständigkeiten dort oft wichtiger als ein niedriger Paketpreis.
Wie XOXO Websolutions Wartung versteht
Bei XOXO Websolutions ist Wartung Teil eines Build-Operate-Optimize-Ansatzes: technisch saubere Basis, stabiler Betrieb und laufende messbare Verbesserung – mit Blick auf Performance (Core Web Vitals), technische SEO, strukturierte Daten, WCAG und DSGVO-konforme Stabilität. Das ist besonders dann relevant, wenn Ihre Website nicht nur „online sein“ soll, sondern dauerhaft auffindbar bleiben muss – in Google und in KI-basierten Suchsystemen.
Die richtige Budget-Entscheidung ist selten „so günstig wie möglich“
Wenn Sie die Frage „was kostet wordpress wartung monatlich“ stellen, geht es im Kern um eine andere: Wollen Sie nur Updates erledigt bekommen – oder wollen Sie Betriebssicherheit für einen digitalen Kanal, der Umsatz und Vertrauen erzeugt?
Der hilfreiche Gedanke zum Schluss: Rechnen Sie Wartung nicht gegen „Website-Kosten“, sondern gegen Stillstand. Sobald klar ist, was eine Stunde Ausfall, ein Malware-Vorfall oder ein schleichender SEO-Verlust intern tatsächlich kostet, wird aus Wartung kein lästiger Posten mehr, sondern ein planbares Qualitätsversprechen.


